Weniger Emissionen durch Pflanzenöl im Tank

Zirkuläre Wertschöpfung: Die Landwirtschaft als Energieerzeuger

(Düsseldorf, 02.12.2020) Die VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences hat einen Flyer zu ihrem aktuellen Fokusthema „Zirkuläre Wertschöpfung“ veröffentlicht. In ihm wird der Einsatz von regional erzeugtem Rapsöl zum Antrieb von Landmaschinen vorgestellt und diskutiert.

Die Landwirtschaft bietet großes Potenzial, eine treibende Kraft für die Entwicklung, Produktion und Anwendung erneuerbarer Energien zu sein. Sie ist der einzige Wirtschaftsbereich, der nicht nur Energie verbraucht, sondern auch Energie in nennenswertem Umfang produziert. Ein konkretes Beispiel ist der Einsatz von reinem Pflanzenöl zum Anrieb von Landmaschinen. Der Kraftstoffbedarf der deutschen Landwirtschaft ließe sich durch den Anbau und die Verwertung von Ölpflanzen – in Deutschland ist dies in der Regel Raps – auf einer Fläche von 1,2 Millionen Hektar decken. „Das ist etwa die Fläche, die in der Zeit vor der Motorisierung der Landwirtschaft für die Ernährung der tierischen Zugkräfte benötigt wurde“, stellt Prof. Peter Pickel, Vorsitzender des Fachbereichs Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik, fest. Die regionale Produktion und Anwendung von reinem Pflanzenöl ist im Vergleich zu globalen Wertschöpfungsketten, wie sie von Beimischungen bekannt sind, effizienter. „Mehrere technische Lösungen stehen für den Einsatz von reinem Pflanzenöl in Motoren zur Verfügung. Die großflächige Anwendung scheitert bisher an den politischen Rahmenbedingungen“, so Pickel.

Bei der Ölgewinnung aus Raps entsteht neben dem „Kraftstoff“ der sogenannte Presskuchen. Dieser macht etwa 2/3 des Ertrags aus. Durch diesen zusätzlichen proteinreichen Wertstoff kann das Paradigma „Lebensmittel oder Treibstoff“ in „Lebensmittel und Treibstoff“ durchbrochen werden. Sojaimporte für die Tierhaltung können subsubstituiert werden.

„Wenn das Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2050 erreicht werden soll, darf bis dahin auch in der Landwirtschaft kein fossiler Treibstoff mehr eingesetzt werden“ ist sich Pickel sicher. „Nur so können wir auf Dauer Nahrungsmittel wirklich nachhaltig produzieren.“

Der Flyer „Zirkuläre Wertschöpfung – Regional erzeugtes Pflanzenöl zum Antrieb von Maschinen in der Landwirtschaft“ steht unter www.vdi.de/zirkulaere-wertschoepfung kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Der VDI – Sprecher, Gestalter, Netzwerker
Ingenieure brauchen eine starke Vereinigung, die sie bei ihrer Arbeit unterstützt, fördert und vertritt. Diese Aufgabe übernimmt der VDI Verein Deutscher Ingenieure. Seit über 160 Jahren steht er Ingenieurinnen und Ingenieuren zuverlässig zur Seite. Mehr als 12.000 ehrenamtliche Experten bearbeiten jedes Jahr neueste Erkenntnisse zur Förderung unseres Technikstandorts. Das überzeugt: Mit 145.000 Mitgliedern ist dieser die größte Ingenieurvereinigung Deutschlands.

VDI Fachbereich Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik
Der Fachbereich ist traditioneller Sammelpunkt und Anlaufstelle für die Agrartechnikbranche. Vertreter aus Industrie und Wissenschaft, aus Verwaltung und landwirtschaftlicher Praxis sind ihr eng verbunden. Die ehrenamtliche Arbeit erfolgt in Arbeitsgruppen und Fachausschüssen. Seit April 2009 ist die Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik ein Fachbereich in der VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences. Er unterstützt die Mitglieder darin, die Entwicklungen in der Branche aktiv mitzugestalten.

 

 

Ihr Ansprechpartner im Fachbereich Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik:

Dr. Andreas Herrmann
VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences
VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf

Tel. +49 (0) 211 62 14-634
Fax: +49 (0) 211 62 14-177 
E-Mail: meg@vdi.de



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