SKF ruft Hochschul-Schrauber zum „Pit Stop“: Pauken für die Piste

Ab dem 08. August mutiert der Hockenheimring mal wieder zum „Mekka“ der internationalen Hochschulschrauber-Szene: Anlässlich der zwölften Formula Student Germany werden 115 Teams aus 24 Ländern in die Kurpfalz pilgern, um sich in ihren selbstgebauten Boliden zu messen. Damit die von SKF gesponserten Nachwuchs-Konstrukteure dabei möglichst gut abschneiden, hat das Unternehmen „seine“ Rennställe schon mal zum „Pit Stop“ gerufen – einem zweitätigen Vorbereitungs-Lehrgang.

Die Formula Student Germany (FSG) wird immer beliebter: In diesem Jahr bewarben sich insgesamt 249 Rennställe aus 37 Nationen um einen Startplatz in Hockenheim – neuer Rekord. „Das zeigt, welchen Stellenwert die hiesige Veranstaltung innerhalb dieses internationalen, über fünf Kontinente verteilten Wettbewerbs hat“, meint Bastian Mattlener von der Kommunikationsabteilung bei SKF in Schweinfurt. Natürlich sei das enorme Interesse der Nachwuchs-Konstrukteure gerade in einem Land mit „chronischem Ingenieursmangel“ überaus erfreulich, so Mattlener weiter, aber eines dürfe man dabei nicht vergessen: „Durch die permanent wachsende Konkurrenz steigen zwangsläufig auch die Anforderungen an jedes einzelne Team. Deshalb unterstützen wir die von uns gesponserten Rennställe nicht nur mit Hardware, sondern auch mit Know-how.“

Aus diesem Grund hat das Unternehmen die Studenten aus elf „SKF Teams“ zwei Tage lang „gedrillt“ – beispielsweise in punkto Lagerauslegung und -montage oder auch Dichtungstechnik. Hinzu kam ein aufschlussreicher Besuch im so genannten „Musterbau“ des Schweinfurter Werks, wo u. a. höchstleistungsfähige Lösungen für die Formel 1 entstehen. Außerdem gaben ausgewiesene SKF Experten den Studenten handfeste Hilfestellungen zum Steuerrecht, zur Mediaplanung oder auch zur Präsentation von Geschäftsmodellen.

Anlass für diese zusätzlichen Lehrinhalte ist der Umstand, dass es bei der Formula Student nicht ausschließlich um Technik geht. „Vielmehr sollen die interdisziplinären Nachwuchs-Teams die Gründung eines ,Profi-Rennstalls‘ möglichst realitätsgetreu simulieren – und dabei spielen Aspekte wie Vermarktung und Finanzierung eines solchen Teams ebenfalls eine wichtige Rolle“, wie Bastian Mattlener als Organisator des „Pit Stop“-Lehrgangs von SKF erklärt.

SKF ist schon seit 2011 einer der Hauptsponsoren der Formula Student Germany. In diesem Jahr fördert das Schweinfurter Unternehmen die Rennställe Elefant Racing Bayreuth, FaSTTUBe Berlin, CAT-Racing Coburg, Fast Forest Deggendorf, Elbflorace Dresden, Rennstall Esslingen, e-gnition Hamburg, Hawks Racing Hamburg, HNN Racing Heilbronn, Team Starcraft Ilmenau und Technikum Mittweida Motorsport.

Fast Forest Deggendorf und e-gnition Hamburg werden sogar in der neu geschaffenen „Driverless“-Kategorie (für autonomes Fahren) an den Start gehen. „Neben den klassischen Verbrennern und bereits etablierten Elektroautos sind die Studenten also auch in dieser Hinsicht ganz vorne mit dabei“, resümiert Bastian Mattlener. „Und von der ein oder anderen hier geborenen Idee profitiert womöglich auch mal ein so traditionsreicher Technologiepionier wie SKF!“
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