Klage gegen LKW-Kartell

Bentham Europe gibt bekannt, für Käufer von Lastkraftwagen, die Opfer des europäischen Lkw-Kartells geworden sind, entsprechende rechtliche Schritte zu finanzieren. Im Juli 2016 sprach die Europäische Kommission eine Rekordstrafe in Höhe von 2,93 Mrd. Euro an Lastkraftwagenhersteller aus, darunter auch der Daimler Konzern, der mit einer Strafe in Höhe von 1,009 Mrd. Euro belegt wurde. In der EU sind in den 14 Jahren, in denen das Kartell bestand, etwa 10 Millionen Lastwagen verkauft worden. Die Preisüberhöhungen könnten insgesamt mehr als 100 Milliarden Euro betragen. Damit werden die Schadensersatzansprüche wahrscheinlich eine der höchsten in der Geschichte von Kartellverfahren sein. Ausgehend von bisherigen wissenschaftlichen Analysen von Kartellen schätzt Bentham, dass Kunden etwa 15% mehr für ihren Lkw zahlen mussten. Mit einem durchschnittlichen Lkw-Preis von 70.000 Euro wäre das eine Preisüberhöhung von etwa 10.500 Euro pro Lkw.Jeremy Marshall, Chief Investment Officer bei Bentham, äußerte sich wie folgt über das Ausmaß des Schadens, der durch das Kartell verursacht wurde: „Von 1997 bis 2011 schlossen sich einige der größten Lkw-Hersteller Europas zu einem Kartell zusammen und betrogen so ihre Kunden. Bentham hat sich fest vorgenommen, so viele Käufer wie möglich darauf aufmerksam zu machen, dass sie den Preisunterschied zurückerstattet bekommen können. Wir möchten den Opfern des Kartells die Möglichkeit geben, kollektiv auf Schadensersatz zu klagen. Es wird damit gerechnet, dass aus den Klagen gegen das Lkw-Kartell eine der größten aus einem Kartell-Urteil resultierenden Schadensersatzklagen aller Zeiten wird.“



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