Interview: Instandsetzung – längere Lebensdauer für Schiffsmotoren

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Die Betriebsdauer eines Schiffsmotor variiert stark. Viel hängt von der Grundkonstruktion des Motors und von den Betriebsverhältnissen ab. Fachmännische Wartung beugt erhöhten und vorzeitigen Verschleiß vor und sichert eine lange Lebensdauer. Und bei einem Motorausfall weckt eine professionelle Instandsetzung die Lebensgeister des Motors wieder. Über die Vorteile von Erhalten statt Erneuern sprach Powerworld mit Jan-Willem Storm, dem Vorsitzenden der Gütegemeinschaft der Motoreninstandsetzungsbetriebe e.V. (GMI) und Geschäftsführer von Wulf Johannsen KG GmbH & Co.

POW: Herr Storm, was macht eine professionelle Instandsetzung aus?

Bereits eine fachmännische Wartung sichert eine hohe Lebensdauer. Fachkräfte erkennen und beseitigen auch schon kleine Fehler im Rahmen der Wartungsmaßnahmen. Das Ziel einer Generalüberholung oder Instandsetzung eines Motors ist es, die Lebensdauer des Motors nachhaltig zu verlängern. Auftraggeber vertrauen darauf, dass der Motor dann wieder läuft – so gut wie neu.

Der Erfolg einer Instandsetzung ist in erster Linie von der Qualifikation, der Erfahrung und der Sorgfalt des ausführenden Personals abhängig. Eine häufige Fehlerquelle ist tatsächlich fehlende Sorgfalt, auch schon bei Wartungsaufgaben. Bei einer Generalüberholung eines Schiffsmotors sollten nicht nur alle defekten Komponenten überarbeitet, sondern auch Dichtungen und Sicherungsteile sowie vorsorglich auch Teile deren Abnutzung kaum erkennbar ist, wie z.B. Schrauben, Kolben, Thermostate, Öl- und Wasserpumpen ausgetauscht werden.

POW: Was unterscheidet Mitgliedsunternehmen der GMI von anderen Instandsetzern?

Die derzeit 17 GMI-Mitgliedsunternehmen haben sich zur Einhaltung hoher Qualitätsstandards nach RAL-GZ 797 verpflichtet, die regelmäßig durch externe Auditoren überprüft werden: Die RAL Güte- und Prüfbestimmungen geben strengste Qualitätskriterien zu den einzelnen Arbeitsschritten der Motoreninstandsetzung vor. So legen die RAL Kriterien zum Beispiel einen besonderen Wert auf Bauteilprüfungen. Sie sind die Voraussetzung, um über Reparatur oder Austausch zu entscheiden. Die Prüfung und Nachbearbeitung z. B. eines Motorblocks unterliegen strengen Anforderungen, genauso wie die Instandsetzung der Zylinderköpfe, der Kurbelwelle, der Pleuel, der Nockenwellen und der Nebenaggregate. Diese detaillierten Vorgaben stellen sicher, dass bei der Instandsetzung selbst kleinste Verschleißerscheinungen erkannt und beseitigt werden. www.gmi-ev.de

 



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