Continental produziert 48-Volt-Antriebe in Nürnberg 

Die weltweit ersten Hybridantriebe, die mit einer Spannung von 48-Volt arbeiten, stammen aus dem Continental-Werk in Nürnberg. Continental elektrifiziert damit je eine Dieselvariante der neuen Renault-Modelle Scénic und Grand Scénic. Mit dem als „Hybrid Assistent“ angebotenem System kommt ein 48-Volt-Hybridantrieb erstmals in Serienfahrzeugen zum Einsatz. In nur drei Jahren ab Projektstart entwickelte der Standort ein modulares Fertigungskonzept, mit dem eine effiziente, an den Kostenstrukturen des Volumenmarktes orientierte Herstellung möglich ist. Dafür investierte der Zulieferer rund 15 Mio. Euro in neue Produktionsanlagen. Bis zu 200.000 Fahrzeuge können mit den derzeit installierten Anlagen mit 48-Volt-Antrieben ausgerüstet werden. Ein modulares Konzept ermöglicht es, auf diesen Anlagen Produkte für verschiedene Automobilhersteller herzustellen, die sich zum Beispiel hinsichtlich Größe, Leistung oder Anschlüssen – etwa für die Kühlung – unterscheiden. Standortleiter Rainer Pühl weist auf weiteres Wachstumspotenzial hin: „Das Fertigungskonzept ist so ausgelegt, dass völlig identische Anlagen später auch in anderen regionalen Märkten, zum Beispiel in China oder in den USA, aufgebaut werden können.“

Die Hybridisierung mit einem 48-Volt-Antrieb weist ein besonders günstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis auf. Obwohl die elektrische Dauerleistung mit sechs Kilowatt relativ gering ausfällt, ermöglichen sie, einen Großteil der während des Bremsens ansonsten in Wärme gewandelten Bewegungsenergie zurückzugewinnen. Dadurch sinkt der Kraftstoffverbrauch im Neuen Europäischen Fahrzyklus um bis zu 13 Prozent. Im Realverkehr – vor allem in der Stadt – ist die Einsparung durch den höheren Anteil an Rekuperationsphasen noch höher, sie kann bis zu 21 Prozent betragen. Rudolf Stark, Leiter der Business Unit Hybrid Electric Vehicle, erläutert: „Wir haben bei der Industrialisierung der 48-Volt-Systeme von Anfang an die Entwicklung von Produkt und Produktionsprozessen eng verzahnt, um eine kostengünstige Produktion sicherzustellen. Das ist notwendig, um die Technologie mit hohen Stückzahlen auf den Markt zu bringen. Wir erwarten eine hohe Marktdurchdringung über alle Fahrzeugsegmente hinweg, vom A- bis zum D-Segment.www.continental.com



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